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Bestellungen

Beleganlage in Sage

Aus jeder verarbeiteten Bestellung entsteht ein Sage-Verkaufsbeleg. Welche Belegart verwendet wird und wie Kopf, Adressen, Texte und Positionen befüllt werden, legen Sie unter Bestellungsimport, Belegoptionen und Spezialfunktionen fest.

Einstellungsseite Bestellungsimport mit Belegarten und Zahlungsstatus
Bestellungsimport: Belegarten, Neukunden-Vorlagekonten und Zahlungsstatus.

Welche Belegart?

maniacSeller wählt die Belegart in dieser Reihenfolge – die erste zutreffende Regel gewinnt:

  1. Belegart nach Shopware-Kundengruppe

    Ist unter Erweiterte Einstellungen › Belegarten nach Shopware-Kundengruppe für die Kundengruppe des Bestellers eine Belegart hinterlegt, gilt diese – z. B. „Angebot“ für Händleranfragen.

  2. Alternative Belegart

    Wenn Sie in der Auftragsliste Selektierte mit alternativer Belegart verarbeiten wählen.

  3. Freie Belegart 1

    Wenn die Zahlungsart als Freie Belegart 1 markiert ist (typisch Vorkasse).

  4. Freie Belegart 2

    Wenn die Zahlungsart als Freie Belegart 2 markiert ist (z. B. Amazon FBA).

  5. Belegart Regulär

    In allen anderen Fällen.

Je Belegart können Sie einen Stapeldruckprozess hinterlegen. Neue Belege werden dann dem Druckstapel hinzugefügt und lassen sich in Sage gesammelt drucken (nur mit der neuen Sage-Druckersteuerung).

Belegkopf

Sage-FeldInhaltEinstellungen
KundeZugeordnetes KundenkontoKundenerkennung
AnsprechpartnerZugeordneter Ansprechpartner der BestellungAuftragsliste, B2B-Plugins
BearbeiterSage-Benutzer der SchnittstelleZugangsdaten
BelegdatumBestelldatum im Shop – oder mit Anlagedatum als Belegdatum das Datum der VerarbeitungBestellungsimport
LieferterminMit Spätestes Lieferdatum übernehmen das späteste Lieferdatum der BestellungBelegoptionen
ZahlungskonditionLaut Zuordnung der Zahlungsart, bei ZKD aus Konto aus dem KundenkontoZahlungsarten
VersandartLaut Zuordnung der Versandart; mit Versandart aus Kundenstamm aus dem KundenkontoVersandarten
Besteuerung, EU-Land, USt-IDSteuerfall der BestellungBesteuerung
Brutto-/NettopreiseWie in der Bestellung, optional aus dem KundenkontoPreise im Beleg
SpracheSprache der Bestellung; mit Sprache aus Kundenstamm die des KundenSprachzuordnung
Währung, KursWährung der Bestellung mit dem Kurs aus dem Shop; mit Keine Währungskursübergabe der in Sage gepflegte KursSpezialfunktionen
Ihr Beleg (Referenznummer)Bestellnummer aus dem Shop
Ihr Zeichensiehe untenBelegoptionen
Web-Bestellnummer, Web-E-MailShop-Bestellnummer (mit WSBestellnummer füllen) und E-Mail des KundenBestellungsimport
KostenstelleStandard-Kostenstelle, falls hinterlegtBelegoptionen
KommissionierungBelege werden ohne Kommissionierfreigabe angelegt

Beleg- und Vorgangsmatchcode

Beide Matchcodes sind auf 50 Zeichen begrenzt.

Ihr Zeichen

Das Feld Ihr Zeichen wird so befüllt (die spätere Regel überschreibt die frühere):

  1. Standard

    Kundennummer aus dem Shop (bei eBay-Bestellungen ergänzt um den eBay-Benutzernamen).

  2. Kunden-Email in Ihr Zeichen

    Die E-Mail-Adresse des Kunden.

  3. ZahlungstransaktionsId in Ihr Zeichen

    Die Transaktions-ID der Zahlung, hilfreich für den Zahlungsabgleich.

  4. Nur Paypal ZahlungstransaktionsId in Ihr Zeichen

    Die Transaktions-ID nur bei PayPal-Zahlungen.

Mit 'Ihr Zeichen' nicht setzen (Spezialfunktionen) bleibt das Feld unangetastet, z. B. damit der Wert aus dem Kundenstamm erhalten bleibt. Bei aktiven Viosys-Plugins steht dort der Name des Vertreters bzw. Mitarbeiters (siehe Plugins).

Transaktions-ID

Zahlungen automatisch zuordnen

Die Web-Transaktions-ID steht in Vorgang und offenem Posten (Sage-Feld WSWebTransaktionsID). Programme für den Zahlungsabgleich (z. B. Girostar) können eingehende Zahlungen – etwa die PayPal-Auszahlungen – darüber automatisch dem richtigen offenen Posten zuordnen.

Adressen

Rechnungsadresse aus Kundenstamm
Die Rechnungsadresse der Bestellung wird ignoriert; der Beleg erhält die Adresse aus dem Sage-Kundenstamm. Sinnvoll bei Firmenkunden mit fester Rechnungsanschrift.
Lieferanschrift nur, wenn abweichend
Die Lieferanschrift wird nur gesetzt, wenn sie sich von der Rechnungsadresse unterscheidet.
Vor- & Nachname als Name2 bei Firmen / Kein Vor- & Nachname als Name 2 bei Firmen in Lieferanschrift
Steuern, ob bei Firmenbestellungen der Name des Bestellers als Name 2 in Rechnungs- bzw. Lieferanschrift erscheint.
Alternative Befüllung der Lieferanschrift 1–3
Bei Firmen wird die Lieferanschrift nach einem festen Muster aufgebaut, ohne Vor- und Nachname:
  • 1: Firma → Liefer-Name 1, Adresszusatz 1 → Name 2, Adresszusatz 2 → Zusatz
  • 2: Firma → Name 1, Abteilung → Name 2, Adresszusatz 1 → Zusatz
  • 3: Firma → Name 1, Adresszusatz 1 → Name 2, Abteilung → Zusatz
Das gewählte Muster gilt auch für den Upload von Adressen.
Keine Anrede füllen
Weder Beleg noch Neukunde erhalten eine Anrede.

Texte und Kommentare

Standard-Belegtexte setzen
Die in Sage für die Belegart hinterlegten Textbausteine werden übernommen.
Kundenkommentar
Der Kommentar des Kunden steht immer im Belegmemo – am Ende oder mit Kundenkommentar als erste Zeile im Memo am Anfang. Zusätzlich kann er an den Kopftext angehängt (Kundenkommentar an Kopftext anhängen) oder als erste bzw. letzte Textposition eingefügt werden.
Internen Kommentar an Belegmemo
Der interne Kommentar aus Shopware wird zusätzlich ins Belegmemo geschrieben.
Artikelbezeichnung, Langtext, Dimensionstext aus Artikelstamm
Standardmäßig übernimmt die Belegposition die Bezeichnung aus dem Shop, aber weder Langtext noch Dimensionstext. Mit diesen Schaltern kommen die Texte stattdessen aus dem Sage-Artikelstamm – sinnvoll, wenn die Shop-Texte für Marketingzwecke geändert wurden.

Positionen

Chargen

Für chargenpflichtige Artikel weist maniacSeller die Charge automatisch zu, nach dem FiFo-Prinzip (älteste zuerst). Standardmäßig wird nur eine Charge verwendet, die die Menge vollständig abdeckt. Mit Chargen aufteilen wird zuerst die älteste Charge komplett leergebucht und der Rest auf die nächstjüngeren verteilt.

Übergabe an die Finanzbuchhaltung

Auf Wunsch übergibt maniacSeller neu angelegte Belege direkt an das Sage-Rechnungswesen. Rechnungen aus dem Shop werden dann gebucht, ohne dass jemand sie in Sage noch einmal anfassen muss. Das schalten Sie je Webshop-Profil unter Einstellungen › Bestellungsimport mit Belege an die Finanzbuchhaltung übergeben ein; der Standard ist aus.

Übergeben wird ein Beleg, wenn alles davon zutrifft:

Gebucht wird mit dem Belegdatum. Die Web-Transaktions-ID (siehe Transaktions-ID) geht danach an den offenen Posten, den die Buchung angelegt hat.

Belege, deren Belegart keine Fibu-Übergabe vorsieht, bleiben ohne Hinweis unverändert. Wird ein schon vorhandener Beleg ohne Buchung mit der Bestellung verknüpft, statt neu angelegt zu werden, holt maniacSeller die Übergabe nach.

Wenn die Übergabe nicht klappt

Der Beleg bleibt in jedem Fall bestehen und die Bestellung gilt als verarbeitet. Die Bestellung zeigt einen gelben Hinweis:

HinweisBedeutung und Lösung
„… weil in Sage die Rechnungsübergabe an das Rechnungswesen für diesen Mandanten ausgeschaltet ist.“Der Schalter in maniacSeller ist an, in Sage aber nicht. Schalten Sie die Rechnungsübergabe für den Mandanten in Sage ein und holen Sie die Übergabe der betroffenen Belege in Sage nach.
„… konnte nicht an die Finanzbuchhaltung übergeben werden (Grund). Bitte holen Sie die Übergabe in Sage nach.“Sage hat die Buchung abgelehnt; der Grund steht in der Klammer. Beheben Sie die Ursache und holen Sie die Übergabe in Sage nach. Die Meldung steht auch in den Logdaten.
„… Sage hat keine Buchung angelegt. Bitte holen Sie die Übergabe in Sage nach.“Sage meldet keinen Fehler, am Beleg steht aber keine Buchung, z. B. weil eine Sage-Anpassung die Übergabe abgebrochen hat. Holen Sie die Übergabe in Sage nach.
Version 2.9.x

Dort heißt der Schalter An Finanzbuchhaltung übergeben. Klappt die Übergabe nicht, steht der Fehler in den Logdaten; einen gelben Hinweis an der Bestellung gibt es nicht.

Nach der Beleganlage